David Osthoff arbeitet mit den Möglichkeiten postdigitaler Lichtdarstellung.
Die theoretische Basis seiner Foto- und Videoarbeiten bilden Diskurse von Urbanität, Natürlichkeit und menschlicher Gemeinschaft.
Mittels technologisch erweiterter Digitalfotografie und in die Zukunft gedachten Produktionsverfahren verhandelt der Medienkünstler seine Orte und Fragen. Das Operieren bei Nacht, ein Sinnbild für das Verlassen tradierter Rhythmen und die Reduktion auf wesentliche Sinneseindrücke, ist ein weiteres Bindeglied von Osthoffs Projekten. Dunkelheit als machtvolle Fläche ist für ihn Set und Material zugleich. Osthoffs künstlerischen Vorstöße sind zeitintensiv, spekulativ und fokussiert.

Öffentlich sichtbar werden die Arbeiten als Video-Installationen und aufwändige fotografische Drucke.
In diesen filtert Osthoff unsichtbare oder ignorierte Signale des Sicht- und Hörbaren, nimmt ästhetische Interventionen in konservierten Landschaften vor und erweitert seinen in Bewegung befindlichen Körper um Prothesen der Beleuchtung. (Mirage).
Die Allgegenwart menschlicher Gestaltungskraft im Anthropozän wird, unter eben diesem Einsatz von Programm- und Bewegungsmustern, extrapoliert und langzeitbelichtet. (Hidden Noise, Above us)
Osthoffs Arbeiten materialisieren so Zeitlichkeit, beobachten Situationen städtischer und ländlicher Gegenwart und beleuchten mit dekonstruierenden Gesten soziale Strukturen. Soziale Rhythmen und Eigenheiten finden sich in minimalistischen Bildsprachen wieder, die sie strukturieren, sich umkreisen lassen. (Privatsphäre)
Das Vokabular seiner Werke verspricht keine Lesbarkeit, sondern öffnet Zeiträume des Wiedererkennens, der Konfrontationen: Mit dem eigenen Sehen und Verstehen, der Wahrnehmung manipulierbaren Lichts und dem Un-Bekannten.

Osthoff gibt den Orten viel Zeit, um Szenen zu werden. Er sucht seine Ziele immer und immer wieder auf: Manchmal über Monate, neu kalibrierend, stöbernd, sich selbst befragend.
Zufällige Rhythmen breiten sich in seinen Werken aus: Eine zufällige Tonspur, lebensgroß und aus Licht - ein Kreisdiagramm aus der Absenz und Präsenz beleuchteter Räume (Privatsphäre) - ein Boot fährt mit riesiger Leuchtdiode über einen schwarzen, asymmetrischen See, der in vier Kameras zum liquiden, verschachtelten Ausstellungsraum wird. Zu einem Raum, den es erst nur im Gedächtnis der Geräte gibt und dann, viel später, auch vor unseren Augen.
SELECTED EXHIBITION 

2019
- April-May: Construction of the Possible, 13. Havannabienale, Havanna, Cuba
- July:  Solo Show, Quito Ecuador
- October: Solo Show, Blütengasse 9, Vienna

2018
- HÖHEN & TIEFEN
  exhibiton with Michaela Putz projectcell36, Operngasse, Vienna
- Urban Living - Sprengel Museum, Hannover
- DYS(u)topia - theartfoundation.gr, Athen

2017
- Paulus braucht mehr Platz - Paulusplatz, Vienna
- Paralectric - Ludwig Fundation, Havana, Cuba (Solo Show)
- Snece Lab - ISA - Havana Cuba
- Bitoresc - Salaterena, Vienna, Austria

2016
- The Turtle - Heiligenkreuzer Hof, Vienna
- VIDEOSONICA - Cali, Colombia
- Lunzamsee - viertelfestival-noe.at
- Fantasy -Flat design and Digital Art, Chongqing, China
- VIS (Vienna Independent Shorts)
- Perlimpinpin - Vienna
- The Turtle - Organhouse, Chongqing, China
- 2015 Territory - Blütengasse 9, Vienna
- Lumo Festival - MOE, Vienna
- transducing the city - Heiligenkreuzer Hof, Vienna
- the Essence - University of applied arts vienna, Künstlerhaus, Wien
- Floating Village - Leo Schatzl, Kunstraum Linz

2014 The Essence - University of applied arts Vienna, Künstlerhaus, Wien

2013 VERTICAL Venice Biennale (biennale session)


RESIDENCIES
- 02.-06.2017 - Havana, Cuba - ISA (Instituto Superior de Arte)
- 03.2016 - organhaus - Chongqing, China
- 07.2016 - Lunzamsee, Austria - viertelfestival-noe.at


EDUCATION
2012 - 2018 Diploma media art, digital arts
Prof. Ruth Schnell,
University of applied arts Vienna

2003 - 2007 Art School Fernando Estvez Santa Cruz
Tenerife, Spanien

2005 - 2007 Degree - Media designer for digital and print

2004 - 2005 Degree
Graphic Design - Printing

2003 - 2004 Degree
Printmaking


MEDIA






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